Kläranlage Edingen

Mit dem Bau der Verbandskläranlage wurde im Jahr 1974 begonnen. Bereits zwei Jahre später konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Für den Neubau der Anlage wurden zum damaligen Zeitpunkt ungefähr 10 Mio. DM benötigt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Stadt Herborn und die Gemeinden Sinn und Edingen angeschlossen und führten ihre Abwässer zur mechanisch / biologischen Reinigung der Kläranlage zu.

In den Jahren 1977 bis 1980 wurden nach und nach die Herborner Stadtteile  Burg, Hirschberg, Hörbach und Merkenbach, der Sinner Ortsteil Fleisbach sowie der Ortsteil Greifenstein in das vorhandene Kanalnetz angebunden.

Im Januar 1985 wurden die Stadtteile Uckersdorf, Amdorf und Schönbach in den Abwasserverband "Mittlere Dill" aufgenommen. Die anfallenden Abwässer dieser 13 Ortsteile werden in der Kläranlage Edingen gereinigt. Anschließend wird das nun wieder saubere Wasser der Dill zugeführt.

 

Modernisierung der Anlage

Durch die immer strenger werdenden gesetzlichen Regelungen und die steigenden Einwohnerzahlen der angeschlossenen Ortschaften wurde eine Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Edingen erforderlich. Dies geschah in zwei Bauabschnitten, damit der laufende Betrieb der Anlage nicht zu sehr eingeschränkt wurde und eine Reinigung des Abwassers weiterhin durchgeführt werden konnte. Durch die Modernisierung der Abwasserbehandlungsanlage können die uns gesetzten gesetzlichen Vorschriften zum größten Teil deutlich unterschritten werden.

Folgende Arbeiten wurden während der Erweiterung und Modernisierung durchgeführt:

1. Bauabschnitt

  • Bau-, Rohrleitungs- und maschinentechnische Sanierung der Faulschlammanlage
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Erneuerung der Rechenanlage und Einbau einer Rechengutwaschanlage
  • Installation einer Sandwaschanlage
  • Umnutzung von zwei Vorklärbecken zu vorgeschalteten Denitrifikationsbecken
  • Erneuerung von Drehkolbengebläsen und Rohrleitungen in der Gebläsehalle
  • Neubau eines runden Nachklärbeckens mit zugehörigem Rücklaufschlammpumpwerk
  • Umsetzen und Sanierung der Phosphatfällstation
  • Neubau der Ablaufmessanlage
  • Sanierung und Erweiterung der zentralen Schaltwarte mit zugehörigem Traforaum, des Mittel- sowie Niederspannungsraumes
  • Sanierung des Betriebsgebäudes
  • Abluftbehandlungsanlagen

2. Bauabschnitt

  • Nachrüsten der Denitrifikationsbecken mit Belüfteraggregaten
  • Umnutzung von zwei Nachklärbecken zu Nitrifikationsbecken
  • Optimierung der Brauchwassernutzung